Die Theaterzettel des Weimarer Hoftheaters


Im Rahmen des DFG-Projektes „Theater und Musik in Weimar“ werden sämtliche Theaterzettel des Weimarer Hoftheaters im Internet frei zugänglich publiziert und wissenschaftlich aufgearbeitet. Zusammengenommen sind mittlerweile mehr als 25.000 Theater- und Programmzettel online gestellt worden.
Ein Grundgedanke der Konzeption des Projektes ist es, einen lückenlosen Spielplan für alle Sparten des Theaters – also Sprechtheater, Schauspiel mit Musik, Musiktheater, Ballett und Konzert – zu erstellen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Musik, insbesondere auf der sogenannten „Ära der Musiker“, auf jenem Zeitalter also, das von den Hofkapellmeistern bzw. Kapellmeistern Johann Nepomuk Hummel, Franz Liszt, Eduard Lassen und Richard Strauss entscheidend geprägt wurde.
Durch die Einbeziehung von Sekundärquellen, Rezensionen und Musikalien aus dem historischen Notenbestand des Deutschen Nationaltheaters Weimar konnten zahlreiche Angaben, die die Theaterzettel nicht enthalten, ermittelt und ergänzt werden. So wurde beispielsweise eruiert, welche Schauspielmusik zu den Werken des Sprechtheaters erklang oder in welcher Fassung die Werke des Musiktheaters gespielt worden sind.
Die Entwicklung und Implementierung der Anwendung für die Erfassung, Erschließung und Präsentation der Theaterzettel wurde als Teilprojekt in UrMEL (Universel Multimedia Electronic Library) umgesetzt. Mit der von der ThULB betriebenen  UrMEL-Plattform sind die Voraussetzungen geschaffen worden, die vielfältigen Aktivitäten zur Erfassung, Online-Bereitstellung und Archivierung digitaler und multimedialer Dokumente in gemeinsamen Projekten zu bündeln. UrMEL wurde auf der Grundlage von MyCoRe  als Open-Source-Plattform entwickelt. 2012 erfolgt im Rahmen des DFG Projektes Dp4lib die Übergabe der in diesem Projekt verwalteten Daten und Objekte an das Langzeitarchivierungs-system Kopal-DIAS.
Homepage der Theaterzettel des Weimarer Hoftheaters

http://cms.rz.uni-jena.de/urmel/Projekte/TheaterzettelWeimar/Projektinformation.html

PD Dr. Axel Schröter
Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar

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Die neue Webseite “Songlexikon.de”


Seit Anfang des Jahres ist das Songlexikon/Encyclopedia of Songs unter www.songlexikon.de online. Es ist angesiedelt am Deutschen Volksliedarchiv, einer Forschungseinrichtung des Landes Baden-Württemberg zu populärer Kultur und Musik.
Das Songlexikon beleuchtet internationale Popsongs ab Beginn der Tonaufzeichnung in ihrem (populär-)kulturellen Kontext, von Veronika, der Lenz ist da der Comedian Harmonists bis zu Madonnas Hung Up. Ausgangspunkt ist, dass einen „Song“ neben Musik, Sound und Text die Performance und das Image seines Interpreten kennzeichnen. Erst dieses untrennbare Zusammenspiel musikalischer und außermusikalischer Elemente macht die Relevanz des Songs aus, innerhalb der Popmusikgeschichte, aber auch in einem größeren gesellschaftlichen und (pop)kulturellen Kontext.

http://www.songlexikon.de/songs
Die allgemeinverständlich verfassten interdisziplinären Analysen sind in deutscher oder englischer Sprache verfasst. Sie umfassen Entstehungs- und Veröffentlichungsgeschichte des Songs/Albums/Musikvideos, die Einordnung in den historischen, politischen oder soziokulturellen Kontext, die Analyse hinsichtlich Text, Musik, Sound und visuellen Inszenierungen sowie die Rezeption des Songs sowohl innerhalb der musikalischen community als auch in den Massenmedien, ferner mögliche Weiterverwendungen als Covervorlage, Soundtrack etc. Credits, disko- und bibliographische Angaben komplementieren die Artikel.
Das Songlexikon weist die Songs nach Titel, Band und Erscheinungsdatum nach. Es umfasst bislang Analysen von knapp fünfzig Songs (à 15.000 Zeichen) und soll kontinuierlich wachsen. Mindestens ebenso viele Beiträge sind derzeit in Arbeit, aufgeführt unter
http://www.songlexikon.de/work_in_progress
.
Das Songlexikon wird herausgegeben von Michael Fischer und Fernand Hörner (Ansprechpartner). Ein international besetztes Editorial Board unterstützt die Herausgeber in der redaktionellen Bearbeitung. Das Songlexikon arbeitet bereits mit einigen Hochschulen zusammen und ist auf der Suche nach Kooperationspartner und Mitautoren. Anfragen gerne unter
http://www.songlexikon.de/contact
.
http://www.songlexikon.de/songs/sonderzug

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Die Notendrucke des 16. und 17. Jahrhunderts mit mehrstimmiger Musik in der BSB: Digitalisierung und Online-Bereitstellung


Im November 2011 bewilligte die Deutsche Forschungsgemeinschaft der Bayerischen Staatsbibliothek Fördermittel für den ersten Abschnitt eines auf 4 Jahre angelegten Digitalisierungsprojektes der Abteilung Musik und des Referates Digitale Bibliothek / Münchener Digitalisierungszentrum.

Gegenstand des Projektes
Die Bayerische Staatsbibliothek besitzt mit ca. 1.800 Notendrucken des 16. und 17. Jahrhunderts, die mehrstimmige vokale oder instrumentale Musik enthalten, einen der weltweit reichsten und meistgenutzten Bestände aus der Frühzeit des Notendrucks.
Sie sind in den RISM-Bibliographien der Sammeldrucke (RISM B I,1) und Einzeldrucke (RISM A I) verzeichnet.
Die Notendrucke des 16. und 17. Jahrhunderts wurden in der Regel als „Stimmbücher“ gedruckt. Im Stimmbücher-Bestand der BSB sind überwiegend mehrere verschiedene Werke (bis zu 20 verschiedene Notendrucke) in Form eines Sammelbandes zusammengebunden. Dabei gehören die Titel in den Konvoluten jeweils der gleichen Stimme (z.B. Cantus) an. Sie sind häufig in empfindlichen historischen Einbänden überliefert, darunter viele Pergament-Einbände.
Für den ersten Projektabschnitt (Februar 2012 bis 2014) sind ca. 1.050 Notendrucke zur Digitalisierung vorgesehen. Ca. 70% davon sind Stimmendrucke.

Das Projekt gliedert sich in zwei Arbeitsvorhaben:
1. Vorhaben: Digitalisierung
Für das Digitalisierungsvorhaben ist das Zusammenwirken von Erscheinungsform (Stimmendrucke), Bindeform und hohen konservatorischen Anforderungen wegen der Fragilität der historischen Bände eine große Herausforderung. Da aus konservatorischen Gründen die Stimmen-Sammelbände komplett digitalisiert werden, liegt ein Schwerpunkt des Projektes in der physischen Vorbereitung der Bände und ihrer konservatorischen Prüfung im Institut für Buchrestaurierung der BSB, der Zusammenführung der Images der Notendrucke und der Qualitätskontrolle der Digitalisate.

2. Vorhaben: Ein spezifisches Online-Präsentationsmodul für die Stimmbücher
Parallel zur Digitalisierung wird ein innovatives Präsentationsmodul für Stimmendrucke entwickelt, das eine simultane Darstellung aller zusammengehörenden Stimmen auf einem Bildschirm ermöglicht. Vergleichbar der Anordnung in einem Chorbuch werden die Stimmen in verschiedenen Bereichen des Browserfensters erscheinen und so den vollständigen Notentext sichtbar machen.

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Themenportale für die GfM-Fachgruppen: Das neue Angebot der ViFaMusik


In diesen Wochen arbeitet das ViFaMusik-Team gemeinsam mit der IT-Abteilung der Bayerischen Staatsbibliothek am technischen Aufbau und der inhaltlichen Gestaltung von Themenportalen für die Fachgruppen der Gesellschaft für Musikforschung. Dieses Angebot wird den Fachgruppen ermöglichen, ihre Arbeit, ihre speziellen Ansätze, Fragestellungen und Zukunftsperspektiven eigenständig und individuell online zu präsentieren. Bereits bestehende Themenportale, an denen sich die ViFaMusik orientiert, können auf der Seite der ViFa Altertumswissenschaften eingesehen werden:
http://www.propylaeum.de/altertumswissenschaften/themenportale/

Innerhalb der GfM bestehen derzeit 14 Fachgruppen und Kommissionen, die zu einzelnen Forschungsschwerpunkten von Kirchenmusik bis Genderstudien vertieft zusammenarbeiten oder spezielle Interessen vertreten (wie zum Beispiel Musikwissenschaft an Musikhochschulen oder Freie Forschungsinstitute). Sie repräsentieren die Musikforschung in ihrer ganzen Breite und Aktualität bezüglich Themen und Methoden. Eine Übersicht über die Fachgruppen, Kommissionen und Arbeitsgruppen der GfM bietet folgende Seite:
http://www.musikforschung.de/index.php/fachgruppen
.

Diese thematische und methodische Breite entspricht dem Stand des Fachs und macht somit Vorwürfe, die ViFaMusik sei von der Historischen Musikwissenschaft dominiert, unhaltbar, denn es steht nun noch mehr als zuvor allen Disziplinen und Strömungen offen, sich in der ViFaMusik zu engagieren und darzustellen. Die ViFaMusik hofft, dass diese Chance umfassend wahrgenommen wird.

Eine vorbereitende Umfrage bei den Fachgruppensprecher/innen hat gezeigt, dass vor allem Lehrmaterialien (in möglichst verschiedenen Formaten) als wichtig angesehen werden, aber auch Informationen über Studienprogramme und Forschungsprojekte von Interesse sind. Daher werden die Lehr- und Studienmaterialien den Kern des Angebots bilden. Die allgemein gewünschten Audio- und Videoaufnahmen ziehen Fragen des Urheberrechts nach sich. Die Erfüllung der rechtlichen Vorgaben liegt bei den Redakteur/innen, die von der jeweiligen Fachgruppe bestimmt werden und mit der Bayerischen Staatsbibliothek eine Kooperationsvereinbarung abschließen. In dieser versichern sie, dass der Rechtseinräumung an dem Themenportal keine Rechte Dritter oder das Urheberrechtsgesetz entgegenstehen. Außerdem verpflichten sich die Fachgruppen zur Einhaltung der Regeln guter wissenschaftlicher Praxis.

Im Hinblick auf die Herausforderungen, die eine Verstetigung der ViFaMusik nach Projektende stellt, übernehmen die Themenportale eine zentrale Aufgabe. Indem die Fachgruppen eigenständig Material in die Themenportale einstellen, ist eine stetige Aktualisierung nachhaltig gewährleistet. Die ViFaMusik wird dann von der musikforschenden Fachgemeinschaft dauerhaft mit getragen und gestaltet.

Besonders wichtig ist auch die Vernetzung mit der Experten- und Institutsdatenbank (siehe Blogeintrag „Wissenschaftliche Kommunikation über die ViFaMusik“) sowie mit dem Veranstaltungskalender der Gesellschaft für Musikforschung, in dem Tagungen und ähnliche Termine angekündigt werden (
http://www.musikforschung.de/index.php/aktuelles/tagungen-a-kongresse?layout=blog
). Auch eine Verbindung mit der Dissertationsmeldestelle soll hergestellt werden. Für die Zukunft gibt es weitere Pläne zum Ausbau dieses Netzwerks: Im Falle einer Bewilligung des im Dezember 2011 gestellten Verlängerungsantrags durch die DFG wird eine Vernetzung mit dem geplanten Dokumenten- und Publikationsserver angestrebt. Diese Verbindung wäre ein wichtiger Schritt auf dem Wege der ViFaMusik in Richtung einer Virtuellen Forschungsumgebung.

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Statistiken des ViFaMusik-Blogs für das Jahr 2011


Die WordPress.com Statistikelfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2011 an.

Hier ist eine Zusammenfassung:

Eine Cable Car in San Francisco faßt 60 Personen. Dieses Blog wurde in 2011 etwa 1.800 mal besucht. Eine Cable Car würde etwa 30 Fahrten benötigen um alle Besucher dieses Blogs zu transportieren.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

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Bayerisches Musiker-Lexikon Online in der ViFaMusik-Suche


Das “Bayerische Musiker-Lexikon Online” (BMLO) bietet ein digitales Personenlexikon zur Musik und ein Erschließungswerkzeug für andere Musiklexika und biographische Literatur, für archivalische, bibliothekarische, retrodigitalisierte und mediale Ressourcen, die den behandelten Personen zuzuordnen sind. Dazu gehören Komponisten und
Dirigenten, Sänger und Instrumentalisten, Musikverleger und Instrumentenbauer, Musikforscher und -pädagogen aus Geschichte und Gegenwart, deren Wirken mit der bayerischen Musikgeschichte verknüpft ist.

www.bmlo.lmu.de

Seit 2007 ist das BMLO integraler Bestandteil mehrerer virtueller Fachbibliotheken der Bayerischen Staatsbibliothek (u.a. als eine der in der ViFaMusik-Suche eingebundenen Datenquellen). Als lebende Ressource der Musikwissenschaft wird das BMLO kontinuierlich aktualisiert und erweitert. Gegenwärtig umfasst es ca. 28.000 Personen. Es wird von Josef Focht herausgegeben und von der Universität München bereitgestellt.

Das BMLO beteiligt sich aktiv an der Redaktion der Personennamendatei (PND) der Deutschen Nationalbibliothek und an der Entwicklung der sich daraus ergebenden Schnittstellentechniken. In einer virtuellen Forschungsumgebung erschließt es derzeit in komfortabler Weise etwa hundert wissenschaftliche bzw. bibliothekarische Angebote. Das BMLO bildet den Kern eines entstehenden virtuellen Lexikon-Clusters zur Musik.

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Wissenschaftliche Kommunikation über die ViFaMusik


Die Kommunikation innerhalb der musikwissenschaftlichen und musikpädagogischen Fachcommunity zu vereinfachen, ist ein wichtiger Aufgabenbereich der ViFaMusik. Zu diesem Zweck führt die ViFaMusik eine Instituts- und Expertendatenbank, in der die Kontaktdaten aller musikwissenschaftlichen und –pädagogischen Institute und Expert/innen im deutschsprachigen Raum zur Verfügung gestellt werden. Mit Expert/innen sind die an musikwissenschaftlichen und –pädagogischen, universitären oder freien Forschungsinstituten angestellten, in Forschung und Lehre tätigen Wissenschaftler/innen gemeint. Diese Expert/innen haben die Möglichkeit, ihre Einträge selbst aktuell zu halten und ihre Forschungsschwerpunkte sowohl anhand einer vorgegebenen Orts-, Epochen- und Themensystematik anzugeben als auch in deutscher und englischer Sprache frei zu formulieren. Zum jetzigen Zeitpunkt umfasst die Datenbank über 900 Expert/innen und 200 Institute, wird aber regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht.

Im Zuge des Relaunch im März 2011 erhielt die Instituts- und Expertendatenbank eine neue, benutzerfreundlichere Eingabemaske sowie im November des Jahres eine Such- und Browsingoberfläche, mit der die Datenbank anhand der Systematik, die auch den Expert/innen bei der Einpflege zur Verfügung steht, durchsucht werden kann.

Expertendatenbank der Virtuellen Fachbibliothek Musikwissenschaft

Auch in die ViFaMusik-Metasuche ist die Instituts- und Expertendatenbank eingebunden, sodass eine Suche nach einem thematischen Schlagwort je nach Datenbankauswahl in der „Erweiterten Suche“ nicht nur entsprechende Treffer in Bibliothekskatalogen, bibliographischen Datenbanken und Internetressourcen ergibt, sondern auch Informationen zu Wissenschaftler/innen liefert, die sich mit dem Thema beschäftigen.

Von besonderer Bedeutung ist, dass jetzt auch die von den Expert/innen frei formulierten Forschungsschwerpunkte in deutscher und englischer Sprache durchsucht werden können. Dadurch wird die Suche erheblich verfeinert, und es ist möglich, eigene Interessensgebiete über die festgelegten Schlagworte hinaus individuell und auf dem neuesten Entwicklungsstand musikwissenschaftlicher und –pädagogischer Forschungsarbeit zu präsentieren. Zum Beispiel haben Expert/innen neben dem Schlagwort „Musikethnologie und Volksmusik“ unter anderem „Transcultural Music Studies“, „Historische Musikethnologie“, „Ethnomusikologie“, „Vergleichende Musikwissenschaft“, „Musikanthropologie“  oder „Postcolonial Studies“ als ihre Tätigkeitsbereiche genannt. Auch interdisziplinären und methodisch innovativen Ansätzen wird auf diese Weise Raum geboten.

Um die Instituts- und Expertendatenbank auf dem neuesten Stand zu halten, ist die ViFaMusik dankbar für die Mitarbeit der Fachcommunity. Wenn Sie bereits einen Eintrag besitzen, können Sie ihn jederzeit mit wenig Aufwand aktualisieren. Bei Problemen mit der Einpflege, im Falle von verlorenen Zugangsdaten und anderen Fragen bezüglich der Instituts- und Expertendatenbank wenden Sie sich bitte an Dr. Judith Haug:
judith.haug(at)uni-wuerzburg.de.

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