Neue Darstellung der Suchergebnisse in der ViFaMusik durch gemischte Trefferliste


Anfang August 2016 wurde die Trefferliste in der ViFaMusik umgestellt. Bisher wurden die nach einer ViFaMusik-Suche gefundenen Datensätze pro Datenquelle sortiert, d.h. dass jeweils die ersten 10 gefundenen Datensätze aus jeder Datenquelle hintereinander angezeigt wurden. Inzwischen haben wir auf eine gemeinsame Trefferliste umgestellt. Alle gefundenen Datensätze aus den derzeit 16 eingebundenen Datenquellen werden anhand eines Relevanz-Rankings sortiert. Die Filterung auf die Treffer aus einer bestimmten Datenquelle ist durch die entsprechende Auswahl des Filters „Datenquelle/Institution“ möglich. Die folgende Abbildung zeigt die ersten Treffer bei einer Suche in der ViFaMusik nach der Komponistin „Tailleferre, Germaine“.

Screenshot_gemischte_Trefferliste

Das Relevanz-Ranking setzt sich aktuell aus folgenden Komponenten zusammen:

  •  Die Dokumente werden danach gerankt, wie oft ein Such-Term im Dokument vorkommt und wie häufig im gesamten Dokumentbestand. Kommt er im gesamten Dokumentenbestand seltener vor, ist er wichtiger und das entsprechende Dokument wird höher gerankt. Der Fachbegriff hierfür ist das Produkt aus TF=term frequency und IDF=inverse document frequency.
  • Außerdem spielt für das Ranking eine Rolle, in welchem Feld der Term oder die Phrase vorkommt (field boosting). So wird das Vorkommen im Titel-, Autor- und Subject-Feld höher gewichtet als etwa im Volltext.
  • Überdies werden Dokumente mit neuerem Erscheinungsdatum (freshness) höher gerankt.

Standardmäßig wird die Trefferliste nach Relevanz sortiert. Der Benutzer kann aber auch eine Sortierung nach Jahr, Titel oder Autor (jeweils absteigend oder aufsteigend) vornehmen.

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Bayerische Staatsbibliothek engagiert sich bei internationalen Projekten zum Nachweis von musikalischen und musikikonografischen Quellen


Im ersten Halbjahr 2016 hat die Bayerische Staatsbibliothek zwei Kooperationsverträge unterzeichnet, durch die sie ihr Engagement bei den beiden internationalen Projekten RISM und RIdIM weiter ausbaut. RISM steht für „Répertoire International des Sources Musicales“ und bezeichnet ein internationales Vorhaben zur Erschließung von musikalischen Quellen wie Musikhandschriften und Musikdrucke, siehe www.rism.info. Im RIdIM-Projekt (Répertoire International d’Iconographie Musicale) geht es um die Erschließung von Musik- und Tanzdarstellungen im Bereich der bildenden Kunst und des Kunsthandwerks. Die Bayerische Staatsbibliothek liefert somit für RISM und RIdIM einen wichtigen Beitrag bei der Erstellung, langfristigen Bereitstellung und Sicherung von internationalen musikwissenschaftlichen Forschungsdaten.

Bayerische Staatsbibliothek, Muenchen

Foto: Bay. Staatsbibliothek, HRSchulz

Im RISM-Vertrag, der zwischen dem Verein Internationales Quellenlexikon der Musik e.V., der Staatsbibliothek zu Berlin und der Bayerischen Staatsbibliothek abgeschlossen wurde, verpflichtet sich die Staatsbibliothek zu Berlin, das Hosting des neuen RISM-Erschließungssystem Muscat zu übernehmen. Muscat wird Ende 2016 das bisherige Erschließungssystem Kallisto ablösen, das auch schon in Berlin gehostet wird. Die Bayerische Staatsbibliothek hat sich dazu verpflichtet, das Präsentationssystem für die RISM-Daten (RISM-OPAC) weiterhin zu hosten und auch weiter zu entwickeln. Der RISM-OPAC (http://opac.rism.info) wurde 2008 in einem gemeinsamen Projekt zwischen RISM, der Staatsbibliothek zu Berlin und der Bayerischen Staatsbibliothek konzipiert. Die Implementierung und das Hosting des RISM-OPAC liegt in den Händen der Bayerischen Staatsbibliothek, die hierfür sowohl eigene als auch Drittmittel aus den Projekten „Virtuelle Fachbibliothek Musikwissenschaft“ und „Fachinformationsdienst Musikwissenschaft“ eingesetzt hat und weiterhin einsetzen wird. Derzeit bietet der RISM-OPAC die Suche in und den Zugriff auf ca. 1,05 Mio Datensätze, die Musikhandschriften und Notendrucke beschreiben, mit einem jährlichen Zuwachs von ca. 25.000 Datensätzen. Alle Datensätze des RISM-OPAC werden als Linked Open Data im RDF-Format und als Open Data im MARC-XML-Format bereitgestellt.

Der zwischen der Association RIdIM, der RISM-Arbeitsgruppe Deutschland und der Bayerischen Staatsbibliothek abgeschlossene RIdIM-Vertrag regelt die regelmäßige Weitergabe der deutschen RIdIM-Daten an die internationale RIdIM-Datenbank (http://db.ridim.org/). Die an der Bayerischen Staatsbibliothek angesiedelte und von der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften in Mainz geförderte deutsche RIdIM-Arbeitsstelle erschließt seit 1979 musikikonografische Quellen, die seit 2007 in einer online bereitgestellten Datenbank recherchierbar sind: www.ridim-deutschland.de. Derzeit enthält die deutsche RIdIM-Datenbank ca. 18.000 Datensätze zu musikikonografischen Darstellungen in deutschen Museen und Bibliotheken. Durch Einspielung der deutschen RIdIM-Daten in die internationale RIdIM-Datenbank wird die Sichtbarkeit dieser Daten deutlich erhöht.

Ansprechpartner:

Projektleitung / fachliche Fragen:

Jürgen Diet
Bayerische Staatsbibliothek
Musikabteilung
Ludwigstr. 16
80539 München
Tel.: 089/28638-2350
Email: juergen.diet@bsb-muenchen.de

Presse und Öffentlichkeitsarbeit:

Peter Schnitzlein
Bayerische Staatsbibliothek
Ludwigstr. 16, 80539 München
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 089/28 638-2429
E-Mail: presse@bsb-muenchen.de

Bayerische Staatsbibliothek

sbb

Logo_RISM

Logo_RIdIM

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FUX ONLINE – Eine neue Website für den Barockkomponisten Johann Joseph Fux


Das neue Portal www.fux-online.at bietet umfassendes Wissen zu Johann Joseph Fux (ca. 1660–1741), dem bedeutendsten österreichischen Barockkomponisten. Wissenschaftlich fundierte Informationen zu Biographie, Werk und Editionen werden hier erstmals gebündelt präsentiert. Die Website erleichtert Wissenschaftler/innen, Musiker/innen und der interessierten Öffentlichkeit die Orientierung in der sehr disparaten Forschungslandschaft zu Fux sowie in seinem umfangreichen kompositorischen Œuvre, das bislang noch nicht vollständig mit einheitlicher Systematik erfasst ist.

screenshot_fux_online

Werke

Neben einer auf dem neuesten Forschungsstand basierenden Biographie gibt Fux-online auch einen Überblick über das reichhaltige Schaffen des kaiserlichen Hofkapellmeisters. Eine regelmäßig aktualisierte Linkliste zu Digitalisaten, die unter anderem von der Österreichischen Nationalbibliothek, der Staatsbibliothek zu Berlin oder der Sächsischen Landesbibliothek angeboten werden, erlaubt direkte Einblicke in die zeitgenössischen Quellen, die Autographe, Abschriften, Drucke, Theoriewerke, Libretti und Bildquellen umfassen. Mehrfachüberlieferungen werden unter dem Werktitel zusammengefasst; gegebenenfalls in den Quellen nicht genau bezeichnete Werke wurden identifiziert und sind nun unter den standardisierten Werkverzeichnisnummern aufzufinden. Dadurch wird der Überblick über das bislang nur über die jeweiligen Bibliothekskataloge recherchierbare Angebot an digitalen Quellen wesentlich erleichtert. Ein Werkkatalog in Form einer Datenbank, die eine schnelle Recherche nach Werkverzeichnisnummern und Titeln ermöglicht, ist in Arbeit. Für die Musikpraxis relevante Angaben von Tonarten, Besetzung und Editionen werden ebenfalls verzeichnet. Die Freischaltung der Datenbank erfolgt voraussichtlich im Herbst 2016.

Werkausgabe

Einen wichtigen Schwerpunkt bildet die am Institut für kunst- und musikhistorische Forschungen (IKM) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften erarbeitete historisch-kritische Ausgabe Johann Joseph Fux – Werke: Auf Fux-online können der aktuelle Stand der Editionsarbeiten, die Bandplanung sowie eine Kurzfassung der Editionsrichtlinien eingesehen werden. Addenda und Corrigenda zu bereits gedruckten Bänden stehen hier zuverlässig zur Verfügung. In Zukunft wird aufführungspraktisches Material (Stimmen) auf Fux-online open access zum Download angeboten. Da das Gesamtwerk von Fux nach wie vor nicht vollständig ediert ist, bietet eine Zusammenstellung wissenschaftlicher wie praktischer Ausgaben einen Überblick über bereits publizierte Werke und erleichtert somit vor allem der Musikpraxis die Suche nach verfügbarem Repertoire.

Forschung

Diese Rubrik gibt Einblick in die Arbeit der Fux-Forscher/innen am IKM und berichtet zeitnah über neue Erkenntnisse, Quellenfunde sowie Fux-bezogenen Veranstaltungen. Eine allgemeine Fux-Bibliographie mit relevanter Forschungsliteratur befindet sich im Aufbau.

Johann Joseph Fux galt vor allem aufgrund seines einflussreichen Kompositionstraktats Gradus ad Parnassum (Wien 1725) als bedeutender Musiktheoretiker, von dem bis ins 20. Jahrhundert nur sehr wenige geistliche Kompositionen im historisierenden stile antico bekannt waren. Für seine Zeitgenossen hingegen war Fux ein produktiver Komponist, der über 600 Werke in allen gängigen Gattungen und Stilen schuf. Der neue Webauftritt Fux-online präsentiert Fux in allen Facetten und will zur eingehenden wissenschaftlichen wie praktischen Beschäftigung mit seinen Kompositionen anregen.

Die Fux-Mitarbeiter/innen freuen sich über weitere Hinweise zu Fux, Quellenfunden und Digitalisaten sowie über Ergänzungen und Corrigenda. Kontakt: info@fux-online.at

Kontakt:
Ramona Hocker und Alexander Rausch
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Institut für kunst- und musikhistorische Forschungen
Abteilung Musikwissenschaft
Tel. 0043-1-51581-3706
Ramona.Hocker@oeaw.ac.at
Alexander.Rausch@oeaw.ac.at

www.oeaw.ac.at/ikm
www.fux-online.at

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ViFaMusik stellt Beacon-Datei zur Personen-Verlinkung bereit


Seit Kurzem stellt die ViFaMusik eine BEACON-Datei bereit. BEACON ist ein sehr einfaches Dateiformat und ermöglicht eine gegenseitige, automatisierte Verlinkung von Webseiten, die Inhalte zu Normdaten aus der GND (Gemeinsame Normdatei) bereitstellen.[1]

Die BEACON-Datei der ViFaMusik ist eine täglich aktualisierte Liste von Personen zugeordneten Nummern aus der GND. Sie hält fest, dass Informationen zu eindeutig mit den GND-IDs versehenen Personen in der ViFaMusik zu finden sind und dient zur Veröffentlichung der ID-Trefferliste. Es wird hiermit ein maschinen- und menschenlesbares Personenregister bereitgestellt und über die Inhalte der ViFaMusik informiert. Folgende Datenquellen der ViFaMusik sind derzeit in der Beacon-Datei enthalten:

  • Internationales Quellenlexikon der Musik (RISM)
  • Bibliographie des Musikschrifttums online (BMS)
  • Notendrucke und Tonträger des Deutschen Musikarchivs
  • Musikkatalog der Bayerischen Staatsbibliothek
  • Musikschrifttum der Bayerischen Staatsbibliothek
  • Musikkatalog der Staatsbibliothek zu Berlin
  • Internetressourcen der ViFaMusik
  • Bayerisches Musikerlexikon online
  • Historisches Aufführungsmaterial der Bayerischen Staatsoper

Durch eine Schnittstelle – die dank ID direkt auf die gesuchte Stelle der ViFaMusik weiterleitet (Zeile #TARGET) – ist eine gegenseitige, persistente Verlinkung auf die den Personen zugeordneten Inhalte möglich. Die Ziffern hinter den GND-IDs (z. B. 100001718|434) geben die Anzahl der Treffer zu der jeweiligen Person an.

Das Bayerische Musiker Lexikon Online beispielsweise nutzt bereits die Möglichkeit der Beacon-Datei zum Verweis auf Datenquellen von Bibliothekskatalogen und der ViFaMusik. Es verschafft den Nutzern dadurch einen schnellen Überblick, wo und in welchem Maße weitere Informationen zur gesuchten Person zu finden sind.

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Weiterführender Hinweis: Im Blog Deutsch-jüdische Geschichte digital hat Harald Lordick bereits grundsätzliche und weiterführende Überlegungen zu Beacon-Dateien angestellt.[2] Er bespricht die damit verbundenen Möglichkeiten sowie den Mehrwert für Nutzer, die durch Verknüpfungen beispielsweise auf unerwartete Datenquellen stoßen.

Paul Tillmann Haas, Universität Oldenburg

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:BEACON und https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:BEACON/Format

[2] Harald Lordick, »BEACON — »Leuchtfeuer« für Online-Publikationen«, in: Deutsch-jüdische Geschichte digital, 17. Mai 2015, http://djgd.hypotheses.org/672.

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Musikalische Hits von der Renaissance bis zum 20. Jahrhundert


Ein neues Online-Portal versammelt 14.000 historische Liedflugdrucke und macht sie einem breiten Publikum zugänglich.

liedflugschrift2
Quelle: http://archiv.onb.ac.at:1801/webclient/DeliveryManager?pid=2645691&custom_att_2=simple_viewer

 
Ein zentrales Online-Portal für 14.000 historische Lieddrucke: Das Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Universität Freiburg (ZPKM), das Archiv des Österreichischen Volksliedwerks und die Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz hat das Projekt „VDLied – Das Verzeichnis der deutschsprachigen Liedflugdrucke“ abgeschlossen. Die Plattform macht erstmals ein musikalisches und kulturelles Repertoire, das sich vom 16. bis zum 20. Jahrhundert erstreckt, einem breiten Publikum zugänglich. Das Portal soll Forscherinnen und Forschern weltweit eine umfangreiche Datenbank bieten. Unter anderem ermöglicht es die Plattform, nach dem Liedanfang, aber auch nach Refrain und Melodienverweisen sowie Strophen- und Zeilenzahl zu suchen. Zusätzlich können Interessierte über eine Volltextsuche in allen im Projekt erfassten Daten recherchieren. Das Material steht nun für eine musikalische und wissenschaftliche Auseinandersetzung einer breiten Öffentlichkeit uneingeschränkt und kostenlos zur Verfügung.

Lange Zeit, bevor es Notendrucke und Schallplatten gab, wurden populäre Lieder durch Flugschriften verbreitet, die an Straßenecken oder auf Jahrmärkten feilgeboten wurden. Manchmal erklang eine Drehleier, eine Drehorgel oder Harfe, um auf die Medien aufmerksam zu machen und sie gewinnbringend zu verkaufen. „Die Liedinhalte umfassen die ganze Spannbreite des privaten und des öffentlichen Lebens: Sex, Crime und Action sind genauso vertreten wie politische und religiöse Lieder“, sagt Dr. Dr. Michael Fischer, Geschäftsführender Direktor des ZPKM. Die historische Bedeutung der digitalisierten Stücke erstreckt sich jedoch nicht nur auf die besungenen Inhalte, die Aufschluss über Vorstellungsweisen und Mentalitäten früherer Generationen geben, sondern auch auf die mediale Darbietung. Durch die Beigabe von Bildern und Zierleisten versuchten die Produzenten, die Lieddrucke aufzuwerten. Spätere Liedflugschriften enthalten mitunter Noten zum Mitsingen.

Bei dem nun im Internet frei zugänglichen Repertoire sind viele Drucke vertreten, die lediglich in einem einzigen Exemplar erhalten geblieben sind. „Durch die Digitalisierung dieser Bestände wird europäisches Kulturgut von der Frühen Neuzeit bis in die Moderne öffentlich zugänglich gemacht“, hebt die Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin, Barbara Schneider-Kempf, hervor. Die Zusammenarbeit zwischen der Staatsbibliothek und dem damaligen Deutschen Volksliedarchiv – dem heutigen ZPKM – begann in den 1930er Jahren und wird jetzt auf einer neuen inhaltlichen und technischen Grundlage fortgeführt.

In das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt wurden zudem die Bestände aus dem Archiv des Österreichischen Volksliedwerks in Wien eingebettet. „Sie ergänzen die Berliner und Freiburger Bestände in hervorragender Weise, weil sie den süddeutschen-österreichischen Kulturraum inklusive der Kronländer der ehemaligen k.u.k. Monarchie abdecken“, erklärt Irene Egger, Geschäftsleiterin des Österreichischen Volksliedwerks.

Das von der Staatsbibliothek zu Berlin zusammen mit der Verbundzentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes entwickelte Portal soll weiter wachsen und steht Ergänzungen aus anderen einschlägigen Sammlungen offen. Bereits heute eröffnet die inhaltliche Erschließung der Flugdrucke den Zugang zu etwa 30.000 Liedern.

Kontakt:
Dr. Dr. Michael Fischer
Zentrum für Populäre Kultur und Musik
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Tel.: +49 (0)761/70503-15
E-Mail: michael.fischer@zpkm.uni-freiburg.de
www.zpkm.uni-freiburg.de

Jeanette Lamble
Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Tel.: +49 (0)30 266 431444
E-Mail: jeanette.jamble@sbb.spk-berlin.de
http://staatsbibliothek-berlin.de

Irene Egger
Österreichisches Volksliedwerk
Tel.: +43 (0)15 126335-14
E-Mail: irene.egger@volksliedwerk.at
www.volksliedwerk.at

 

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AIBM-Jahrestagung im September 2016 in Detmold


Vom 6. bis 9. September 2016 werden sich voraussichtlich 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Musikbibliotheken und Musikarchiven in Detmold zum intensiven fachlichen Austausch treffen. Dort findet die Jahrestagung der Internationalen Vereinigung der Musikbibliotheken, Musikarchive und Musikdokumentationszentren (AIBM), Gruppe Deutschland, statt. Sie ist im 2015 neu errichteten FORUM Wissenschaft | Bibliothek | Musik zu Gast, einer Kooperation der Bibliothek der Hochschule für Musik Detmold, der Lippischen Landesbibliothek / Theologische Bibliothek, des Musikwissenschaftlichen Seminars Detmold / Paderborn, des Netzwerkes Musikhochschulen und des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen.

Im reichhaltigen Tagungsprogramm finden sich neben Vorträgen zur digitalen Musikwissenschaft, zu Tonarchiven und Schallplatten auch Berichte über Makerspaces in Öffentlichen Musikbibliotheken und Recherchemöglichkeiten für Aufführungsmaterialien weltweit. Erstmals veranstaltet die AIBM eine Podiumsdiskussion zu Approval Plans für Musikbibliotheken. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit musikbezogenen Führungen durch verschiedene Institutionen von der Musikbibliothek über das Landesarchiv bis zum Musikkindergarten und einem Konzert mit Studierenden der Hochschule für Musik Detmold rundet die Tagung ab.

Zu Beginn der Tagung werden drei Schulungen angeboten, die sich mit den musikspezifischen Katalogisierungsregeln im neuen Regelwerk RDA, mit urheberrechtlichen Fragestellungen und mit Musik-Apps beschäftigen.

Das ausführliche Tagungsprogramm ist auf der folgenden Webseite zu finden:

http://www.aibm.info/tagungen/2016-detmold/

Zur Vermittlung von Interviewwünschen und Gesprächen wenden Sie sich bitte an die Sekretärin von AIBM Deutschland: Dr. Katharina Talkner (Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, email: sekretaerin@aibm.info).

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Stellenausschreibung der Musikabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek


Die Bayerische Staatsbibliothek ist seit 450 Jahren ein angesehener Partner für Forschende, Lehrende und Studierende. Als zentrale Archiv- und Landesbibliothek des Freistaates Bayern erbringt sie vielfältige Dienste für den Wissenschaftsstandort Bayern und übernimmt gleichzeitig wesentliche Aufgaben der deutschlandweiten Informationsversorgung. Als Innovationszentrum für digitale Informationsdienste und -technologien trägt sie maßgeblich zur Gestaltung der Bibliothek der Zukunft bei. Der Einsatz hochqualifizierten Fachpersonals garantiert ein exzellentes Serviceniveau auf allen Arbeitsfeldern.

Die Musikabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek zählt hinsichtlich des Umfangs und der Qualität ihrer historischen Bestände sowie des traditionell breiten Erwerbungsprofils zu den international führenden Musikbibliotheken. In ihren Magazinen befinden sich gegenwärtig rund 455.000 Notendrucke, 72.000 Musikhandschriften, 330 Nachlässe, 93.000 Musik-Tonträger und 164.000 Musikbücher und Musikzeitschriften.

Analog zu dem umfangreichen Einsatz von OCR-Technologien für die textbasierten Digitalisate der Bayerischen Staatsbibliothek soll nun der Einsatz von OMR-Technologien für Notendruck-Digitalisate getestet werden. Dabei sollen sowohl kommerzielle OMR-Programme als auch die im SIMSSA-Projekt der McGill-University in Montreal entwickelten OMR-Verfahren zum Einsatz kommen (siehe https://simssa.ca/). Die Bayerische Staatsbibliothek ist Partner im SIMSSA-Projekt und sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt

eine/n Mitarbeiter/in in der Musikabteilung

(Entgeltgruppe TV-L E 13)

Ihr Aufgabengebiet umfasst:

  • den Aufbau und die Weiterentwicklung einer SIMSSA-Testinstanz
  • eine Marktsichtung auf dem Gebiet kommerzieller OMR-Software und die Auswahl und die Installation einer oder mehrerer zu evaluierender OMR-Programme auf einem Testsystem
  • die Durchführung von OMR-Tests mit der SIMSSA-Software und mit kommerzieller OMR-Software für ausgewählte Notendruck-Digitalisate der Bayerischen Staatsbibliothek
  • die Konzeption und ggf. die prototypische Realisierung von Anwendungsszenarien gemeinsam mit dem IT-Referat der Bayerischen Staatsbibliothek auf Basis der OMR-Ergebnisse

Ihr Profil:

  • abgeschlossenes Master-Studium in Informatik oder einem vergleichbaren Studienfach sowie praxiserprobte Fachkenntnisse
  • sehr gute Kenntnisse in Music Information Retrieval und Optical Music Recognition
  • ausgeprägte Teamorientierung
  • hohes Engagement und Flexibilität

Wir bieten Ihnen:

  • eine Stelle in Vollzeit, auf ein Jahr befristet (das Entgelt richtet sich nach den Bestimmungen des TV-L)
  • eine interessante und verantwortungsvolle Tätigkeit auf einem innovativen Themenfeld in Zusammenarbeit mit einem kompetenten Team von IT-Spezialisten
  • einen Arbeitsplatz mitten im Herzen Münchens

Die Bayerische Staatsbibliothek fördert die Gleichstellung von Männern und Frauen. Die Bewerbung von qualifizierten Frauen wird daher ausdrücklich begrüßt. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werdenbei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Bewerbungen richten Sie bitte unter Angabe der Kennziffer 10 16 01 ausschließlich elektronisch in einem einzigen PDF-Dokument an: diet@bsb-muenchen.de.

Ansprechpartner für Rückfragen: Herr Jürgen Diet

Tel.: 089/28638-2768 (ab 5.4.2016), email: diet@bsb-muenchen.de (jederzeit)
Bewerbungsende: 15.4.2016

München, den 8. März 2016

Dr. Dorothea Sommer

Stellvertreterin des Generaldirektors

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