Start der Fortsetzungsphase beim Fachinformationsdienst Musikwissenschaft – BSB München und SLUB Dresden erstellen Dienstleistungsangebote für die musikwissenschaftliche Forschung


Im Januar 2017 startete die 2. Phase des Projektes „Fachinformationsdienst Musikwissenschaft“ (FID Musikwissenschaft).  In dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit ca. 1,5 Mio. € geförderten dreijährigen Projekt stellen die Bayerische Staatsbibliothek in München und die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden Informationsserviceangebote für die musikwissenschaftliche Spitzenforschung deutschlandweit bereit.

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Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Jahr 2013 aufgelegte Förderprogramm „Fachinformationsdienste für die Wissenschaft“ ist eine Weiterentwicklung des DFG-geförderten Systems der Sondersammelgebiete, die mit dem neuen Förderprogramm abgelöst wurden. Von 1949 bis 2013 war die Bayerische Staatsbibliothek für das Sondersammelgebiet Musikwissenschaft zuständig und erhielt von der DFG finanzielle Unterstützung bei der Erwerbung von Notendrucken und von Literatur über Musik. Seit dem Jahr 2005 wurde die SSG-Förderung ergänzt um die Förderung zum Aufbau der Virtuellen Fachbibliothek Musikwissenschaft (www.vifamusik.de), einem zentralen Informationsportal für die Musikwissenschaft mit weitreichendem Zugang zu qualitätsgeprüften Fachinformationen.

In der ersten Förderphase des Fachinformationsdienstes Musikwissenschaft von 2014 bis 2016 hat die Bayerische Staatsbibliothek mit den von der DFG bewilligten Mitteln den Bestandsaufbau für das Fach Musikwissenschaft bei konventionellen Medien und bei elektronischen Medien verstärkt und die Module der ViFaMusik weiter entwickelt. Von Anfang 2017 bis Ende 2019 werden in der zweiten Förderphase des FID Musikwissenschaft die Bayerische Staatsbibliothek und die SLUB Dresden nun gemeinsam die schon vorhandenen Angebote des FID Musikwissenschaft weiter ausbauen und neue Services hinzufügen. Im Einzelnen sind folgende Arbeitspakete geplant:

  • Die DFG stellt weitere Erwerbungsmittel zur Verfügung, so dass an der BSB verstärkt Notendrucke, Musikliteratur und Musikzeitschriften für den musikwissenschaftlichen Spitzenbedarf erworben werden können.
  • Die Lizenzierung von E-Medien wird fortgesetzt und weiter ausgebaut. Bisher wurden von der BSB FID-Lizenzen für sechs Datenbanken bzw. digitale Kollektionen für die musikwissenschaftliche Fach-Community in Deutschland bereitgestellt, siehe http://musik.fid-lizenzen.de.
  • Die SLUB Dresden wird das Angebot an open access bereitgestellter Literatur erweitern und hierfür ein musikwissenschaftliches Fach-Repositorium aufbauen.
  • An der BSB ist die deutsche Arbeitsstelle des Répertoire International d’Iconographie Musicale (RIdIM) angesiedelt. Die RIdIM-Datenbank wird erweitert und die Suchoberfläche auf der RIdIM-Website verbessert.
  • Die Datenbank des Répertoire International des Sources Musicales (RISM)wird zu einem zentralen Nachweisinstrument für Musikdrucke des 16.-18. Jahrhunderts ausgebaut. Hierzu gehört auch die entsprechende Anpassung der RISM-Suchoberfläche, die über den RISM-OPAC aufrufbar ist (https://opac.rism.info).
  • An der SLUB Dresden wird ein zentrales Rechercheinstrument für Music Performance Ephemera (Konzertprogramme) aufgebaut.
  • Die Webseiten der ViFaMusik erhalten einen Relaunch; außerdem werden weitere Datenquellen in die ViFaMusik-Suche eingebunden, um sie zu einem Europäischen Musikkatalog auszubauen.
  • Musikwissenschaftlich relevante Internetressourcen werden katalogisiert und dauerhaft über das am Bibliotheksverbund Bayern betriebene Langzeitarchivierungssystem Rosetta gesichert.
  • Analog zu dem Einsatz von OCR-Programmen bei digitalisierten Texten soll in einem Prototyp der Einsatz von Optical Music Recognition (OMR) bei digitalisierten Notendrucken getestet werden. Die so generierten OMR-Daten werden frei zur Verfügung gestellt und in der BSB für Anwendungsszenarien genutzt, z.B. für eine Melodiesuche in dem digitalisierten Notenbestand.

Für den Austausch mit der Fachcommunity wurde beim FID Musikwissenschaft ein Beirat eingerichtet, dem 13 Personen aus einschlägigen Institutionen und Verbänden angehören.

Um die neuen Angebote des FID Musikwissenschaft bei den potentiellen Nutzern bekannt zu machen, sind neben Tagungsvorträgen und Zeitschriftenbeiträgen auch Road-Shows geplant, bei denen die Projektpartner in musikwissenschaftlichen Instituten über die FID-Angebote berichten.

Ansprechpartner:
Jürgen Diet
Bayerische Staatsbibliothek
Musikabteilung
Ludwigstr. 16, 80539 München
Tel. 089/28638-2768
email: juergen.diet@bsb-muenchen.de

Dr. Barbara Wiermann
Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
Musikabteilung
Zellescher Weg 18
01069 Dresden
Tel. 0351/4677-561
email: barbara.wiermann@slub-dresden.de

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Neuer Blick auf die Kirchenmusik – Deutsches Musikinformationszentrum veröffentlicht Informationsportal zum kirchenmusikalischen Leben in Deutschland


Kaum ein anderer musikalischer Bereich ist so vielfältig und dadurch so schwer zu überblicken wie die Kirchenmusik. Zwischen Laienorientierung und hoher Professionalisierung dient sie nicht nur der Liturgie, sondern schlägt mit ihren zahlreichen Aktivitäten im Konzertleben eine Brücke in die Gesellschaft. Mit einem neuen Informationsportal zum Thema „Kirchenmusik – Musik in Religionen“ legt das Deutsche Musikinformationszentrum (MIZ), eine Einrichtung des Deutschen Musikrats, erstmals ein Angebot vor, das umfassend und systematisch über die aktuelle Situation des kirchenmusikalischen Lebens in Deutschland informiert. Über die Kirchenmusik in der evangelischen und katholischen Kirche hinaus wird dabei auch die Musik in anderen Glaubensgemeinschaften in den Blick genommen.

Von der Musik im Gottesdienst und der Orgel als ihrem zentralen Instrument, dem kirchlichen Amateurmusizieren und der geistlichen Musik im Konzert über die Ausbildung und Berufspraxis von Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern bis hin zur Musik in den orthodoxen Kirchen, im Judentum und im Islam – das neue Informationsportal des MIZ beleuchtet die Bedeutung der Musik im religiösen Leben in all ihren unterschiedlichen Facetten. In Fachbeiträgen beschreibt und untersucht das MIZ Strukturen, Ausprägungen und Entwicklungen innerhalb der einzelnen Themengebiete und liefert unter Einbeziehung aktueller statistischer Daten und Fakten eine umfassende Bestandsaufnahme.

„Kirchenmusik ist nicht nur Teil der kirchlichen Verkündigung, sie prägt darüber hinaus in hohem Maße unsere Bildungs- und Kulturlandschaft. Mit seinem neuen Angebot verfolgt das MIZ daher das Ziel, die Musik und die Musikpraxis der großen in Deutschland vertretenen Religionen in ihrer gesamten Bandbreite abzubilden und ihre gesellschaftliche Bedeutung zu unterstreichen“, so Professor Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrats. Dass die Kirchenmusik mit ihrem reichen Erbe eine der tragenden Säulen unseres kulturellen Lebens bildet, zeigt die aktuelle Situation deutlich: Mehr als 900.000 Menschen in Deutschland sind derzeit in 36.000 vokalen und 15.000 instrumentalen Ensembles der Kirchen aktiv. Über 3.300 hauptberufliche Kantorinnen und Kantoren erfüllen neben dem Dienst an der Orgel eine große Vielfalt an künstlerischen und künstlerisch-pädagogischen Aufgaben. Darüber hinaus sind schätzungsweise etwa neun Mal so viele neben- und ehrenamtliche Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker beschäftigt, die das musikalische Leben in den Gemeinden wesentlich gestalten. Mit mehr als 66.000 kirchenmusikalischen Veranstaltungen jährlich erreicht allein die evangelische Kirche, die hierfür Zahlen ausweist, über sieben Millionen Zuhörer und leistet damit einen unverzichtbaren Beitrag zum Musikleben in Deutschland, vor allem auch in ländlichen Regionen.

„Ein besonderes Anliegen des MIZ war es, den Blick über den traditionellen Themenkreis der Kirchenmusik hinaus zu weiten und auch die Musik anderer Glaubensgemeinschaften zu beleuchten“, erläutert der Leiter des MIZ Stephan Schulmeistrat. „Durch die Einbeziehung der Musik in den orthodoxen Kirchen, im Judentum und im Islam trägt das neue Informationsportal zum einen der gegenwärtigen gesellschaftlichen Situation Rechnung, zum anderen reagiert es auf die Tatsache, dass das Interesse an der Musik anderer Religionen zunehmend steigt. Dies beobachten wir beispielsweise in den Programmen zahlreicher Festivals, in denen Genreüberschreitungen und interreligiöse wie interkonfessionelle Dramaturgien immer größeren Raum einnehmen.“

Über die themenbezogenen Fachbeiträge und Statistiken hinaus stellt das MIZ topographische Darstellungen zur Verfügung, z. B. zum kirchlichen Amateurmusizieren, zu Ausbildungsstätten oder zum Orgelbau. Eine umfangreiche Zusammenstellung von grundlegenden Informationen zu Arbeitsinhalten und Aufgabenfeldern von Institutionen und Einrichtungen – darunter Verbände, Forschungseinrichtungen und Archive, aber auch Wettbewerbe, Preise, Festivals mit kirchenmusikalischem Schwerpunkt sowie Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen u.v.m. – gibt einen umfassenden Überblick über infrastrukturelle Aspekte der Kirchenmusik. Ergänzt wird das Portal durch Informationsangebote zu Studien, Positionspapieren, Stellungnahmen und kulturpolitischen Dokumenten sowie durch Literaturempfehlungen, weiterführende Quellen im Internet und tagesaktuelle Nachrichten.

Zu erreichen ist das neue Informationsportal des MIZ unter http://themen.miz.org/kirchenmusik. Ermöglicht wurde das Projekt durch die Unterstützung der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, Kulturstaatsministerin Professor Monika Grütters.

Über das MIZ:
Unter dem Dach des Deutschen Musikrats erfasst und dokumentiert das Deutsche Musikinformationszentrum (MIZ) Strukturen und Entwicklungen der Musikkultur. Das Spektrum reicht dabei von der musikalischen Bildung und Ausbildung über das Laienmusizieren, die Musikförderung und die professionelle Musikausübung bis zu den Medien und der Musikwirtschaft. Gefördert wird das MIZ durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Kulturstiftung der Länder, die Stadt Bonn sowie von privater Seite durch die GEMA und die GVL.

Pressekontakt:
Stephan Schulmeistrat, Projektleitung Deutsches Musikinformationszentrum
Stephan Schwarz-Peters, Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Deutscher Musikrat gGmbH * Weberstr. 59 * 53113 Bonn
Tel.: 0228 / 2091-180 * Fax: 0228 / 2091-280 * Mail: info@miz.org * www.miz.org

Geschäftsführer: Norbert Pietrangeli, Dr. Benedikt Holtbernd
Vorsitzender des Aufsichtsrates: Prof. Martin Maria Krüger
Sitz der Gesellschaft: Bonn
Amtsgericht Bonn
HRB 12672

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Call for Papers für die AIBM-Jahrestagung 2017 in Münster


Vom 5. bis 8. September 2017 findet die Jahrestagung der deutschen AIBM-Ländergruppe an der Universitäts- und Landesbibliothek Münster statt.

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Die Tagung soll verschiedene Themen mit musikbibliothekarischer Relevanz behandeln, u.a.

  • Erschließungs- und Präsentationsformen für physische bzw. digitale Musikbibliotheksbestände
  • Digitale Noteneditionen
  • Vermittlung von Informationskompetenz und Recherche-Technik
  • urheberrechtliche Fragestellungen
  • Musik-Streaming-Dienste in Musikbibliotheken
  • Musik-Apps
  • aktuelle Projekte in Musikbibliotheken

Wenn Sie einen Vortragsvorschlag haben, dann schicken Sie bitte den Titel und einen kurzen Abstract (max. 1.500 Zeichen) in elektronischer Form bis zum 31. Januar 2017 an aibm-vorstand@aibm.info.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Dr. Katharina Talkner
Sekretärin AIBM Deutschland
c/o Hochschule für Musik und Theater Hannover
Emmichplatz 1
30175 Hannover
sekretaerin@aibm.info

Für die Vorträge sind in der Regel 30 Minuten (incl. 5 Minuten Diskussion) vorgesehen. Über reges Interesse würden wir uns freuen.

In den folgenden Wochen werden weitere Informationen zur AIBM-Tagung 2017 auf der Tagungswebseite veröffentlicht werden: http://www.aibm.info/tagungen/2017-muenster/

Für einzelne Vorträge besteht die Möglichkeit, eine schriftliche Ausarbeitung des Vortrags in der Zeitschrift „Forum Musikbibliothek“ zu veröffentlichen, siehe http://www.aibm.info/publikationen/forum-musikbibliothek.

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Bayerische Staatsbibliothek startet Projekt zur automatischen Erkennung von Musiknoten


Im Rahmen ihrer umfassenden Digitalisierungsstrategie startet die Bayerische Staatsbibliothek ein zwölfmonatiges Projekt im Bereich Optical Music Recognition (OMR). Als eine der ersten Einrichtungen weltweit plant die Bayerische Staatsbibliothek den institutionellen Einsatz von OMR-Programmen als Basis für eine wissenschaftliche Volltext-Suche in historischen Musik-Quellen.

In einer ersten Phase wird getestet, welche OMR-Programme für die digitalisierten Notendrucke der Bayerischen Staatsbibliothek gute Ergebnisse liefern. Anschließend konzipiert und entwickelt das Projekt-Team Anwendungen, die auf den OMR-Ergebnissen aufsetzen. Eine mögliche Anwendung ist die inhaltsbasierte Suche in den digitalisierten Notendrucken wie z.B. die Suche nach einer bestimmten Melodie, einer Harmoniefolge oder einem Rhythmus.

Die inhaltliche Erschließung der textbasierten Digitalisate ist durch den bereits realisierten großflächigen OCR-Einsatz („Optical Character Recognition“) in der Bayerischen Staatsbibliothek fortgeschritten. Die Volltext-Erkennung ist in den Digitalisierungs-Workflow integriert und schafft damit die Voraussetzung für die Volltext-Suche in den digitalisierten Büchern und Zeitschriften. Analog zur Texterkennung sollen nun auch bei digitalisierten Notendrucken und gut lesbaren Musikhandschriften aus dem Bestand der Bayerischen Staatsbibliothek Programme zur Notenerkennung zum Einsatz kommen. Dabei werden sowohl kommerzielle OMR-Programme als auch freie OMR-Programme getestet. Es ist geplant, die OMR-Daten sowohl als Forschungsdaten im Open Access zur Verfügung zu stellen als auch mit diesen Daten eigene Anwendungen zu entwickeln, z.B. eine Melodiesuche in den digitalisierten Notendrucken und Musikhandschriften.

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Call for Papers: „Neue Forschungsgegenstände und Methoden? Wie Digitalität die Geisteswissenschaften verändert“


  1. Allgemeine Informationen

Im Rahmen der  DFG-geförderten Symposienreihe Digitalität in den Geisteswissenschaften findet  am 23. und 24. März 2017 unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Huber, Prof. Dr. Sybille Krämer und Prof. Dr. Claus Pias ein Workshop zum Thema „Neue Forschungsgegenstände und Methoden? Wie Digitalität die Geisteswissenschaften verändert“ an der Universität Bayreuth statt.  Nach dem ersten Symposium im Mai 2016, das dem Status Quo der Digitalität in den einzelnen Fächern der Geisteswissenschaften gewidmet war (Ergebnisse unter digigeist.hypotheses.org), stellt der Workshop anhand von konkreten Beispielen die Frage, wie sich Digitalität auf das Wissen und die Forschungsgegenstände der einzelnen Disziplinen auswirkt.

  • Welche grundlegenden epistemologischen und methodologischen Veränderungen bringen digitale Forschungsstrukturen mit sich?
  • Was sind überhaupt digitale Projekte?
  • Was können die ‚großen‘ geisteswissenschaftlichen Fächer von den kleineren Fächern mit hohem Digitalisierungsgrad lernen?
  • Wie verändert die Digitalisierung Forschungsgegenstände, Forschung und Selbstverständnisse in den Geisteswissenschaften? Wie gestaltet sich das Verhältnis von neuen Perspektiven und Erweiterungen zu möglichen Rückschritten und Konflikten durch unterkomplexe,  aber durch die Digitalisierung nobilitierte Fragestellungen?
  • Wie lassen sich hermeneutische Zugänge mit digitalen Verfahren verbinden? Können sich automatische quantitative Analyseverfahren und qualitative Analyseverfahren überhaupt ergänzen? Welche Brücken lassen sich schlagen? Welchen Mehrwert verspricht die digitale Aufbereitung und Analyse des Materials? Wie kann das ‚Neue‘ an Forschungsergebnissen, die allein mit digitalen Verfahren zu gewinnen sind, beschrieben und erklärt werden?

Der Workshop richtet sich insbesondere an Forscherinnen und Forscher,  die praktische Erfahrungen durch eigene Projekte  haben.

Nicht zuletzt möchte der Workshop dazu beitragen, gemeinsame disziplinenübergreifende Grundlagen  für die Zusammenarbeit zwischen den digitalen und nicht-digitalen Forschungskulturen sichtbar zu machen.

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  1. Bewerbung

Bitte bewerben Sie sich mit einer Skizze  in der Länge von max.  1000 Wörtern (sowie einem CV) bis zum 3. Oktober 2016 per Mail an digitalitaet.dfg@uni-bayreuth.de. Das Papier sollte knapp das Forschungsprojekt skizzieren  und darauf bezogene Thesen zur Fragestellung des Workshops formulieren.

Insbesondere Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler sind eingeladen, ihre Forschungsprojekte vorzustellen.

  1. Kontakt

Für weitere Informationen steht Julia Menzel  gerne zur Verfügung:

Digitalität in den Geisteswissenschaften
Geschäftsstelle
Universität Bayreuth
Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft
Julia Menzel, M.A.
GW I, Zi. 0.14
95447 Bayreuth

Tel.: 0921/55-3629
digitalitaet.dfg@uni-bayreuth.de

Bitte beachten Sie auch unsere Website: digitalitaet-geisteswissenschaften.de sowie
den Online-Tagungsband zum ersten Symposium: digigeist.hypotheses.org.

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Neue Darstellung der Suchergebnisse in der ViFaMusik durch gemischte Trefferliste


Anfang August 2016 wurde die Trefferliste in der ViFaMusik umgestellt. Bisher wurden die nach einer ViFaMusik-Suche gefundenen Datensätze pro Datenquelle sortiert, d.h. dass jeweils die ersten 10 gefundenen Datensätze aus jeder Datenquelle hintereinander angezeigt wurden. Inzwischen haben wir auf eine gemeinsame Trefferliste umgestellt. Alle gefundenen Datensätze aus den derzeit 16 eingebundenen Datenquellen werden anhand eines Relevanz-Rankings sortiert. Die Filterung auf die Treffer aus einer bestimmten Datenquelle ist durch die entsprechende Auswahl des Filters „Datenquelle/Institution“ möglich. Die folgende Abbildung zeigt die ersten Treffer bei einer Suche in der ViFaMusik nach der Komponistin „Tailleferre, Germaine“.

Screenshot_gemischte_Trefferliste

Das Relevanz-Ranking setzt sich aktuell aus folgenden Komponenten zusammen:

  •  Die Dokumente werden danach gerankt, wie oft ein Such-Term im Dokument vorkommt und wie häufig im gesamten Dokumentbestand. Kommt er im gesamten Dokumentenbestand seltener vor, ist er wichtiger und das entsprechende Dokument wird höher gerankt. Der Fachbegriff hierfür ist das Produkt aus TF=term frequency und IDF=inverse document frequency.
  • Außerdem spielt für das Ranking eine Rolle, in welchem Feld der Term oder die Phrase vorkommt (field boosting). So wird das Vorkommen im Titel-, Autor- und Subject-Feld höher gewichtet als etwa im Volltext.
  • Überdies werden Dokumente mit neuerem Erscheinungsdatum (freshness) höher gerankt.

Standardmäßig wird die Trefferliste nach Relevanz sortiert. Der Benutzer kann aber auch eine Sortierung nach Jahr, Titel oder Autor (jeweils absteigend oder aufsteigend) vornehmen.

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Bayerische Staatsbibliothek engagiert sich bei internationalen Projekten zum Nachweis von musikalischen und musikikonografischen Quellen


Im ersten Halbjahr 2016 hat die Bayerische Staatsbibliothek zwei Kooperationsverträge unterzeichnet, durch die sie ihr Engagement bei den beiden internationalen Projekten RISM und RIdIM weiter ausbaut. RISM steht für „Répertoire International des Sources Musicales“ und bezeichnet ein internationales Vorhaben zur Erschließung von musikalischen Quellen wie Musikhandschriften und Musikdrucke, siehe www.rism.info. Im RIdIM-Projekt (Répertoire International d’Iconographie Musicale) geht es um die Erschließung von Musik- und Tanzdarstellungen im Bereich der bildenden Kunst und des Kunsthandwerks. Die Bayerische Staatsbibliothek liefert somit für RISM und RIdIM einen wichtigen Beitrag bei der Erstellung, langfristigen Bereitstellung und Sicherung von internationalen musikwissenschaftlichen Forschungsdaten.

Bayerische Staatsbibliothek, Muenchen

Foto: Bay. Staatsbibliothek, HRSchulz

Im RISM-Vertrag, der zwischen dem Verein Internationales Quellenlexikon der Musik e.V., der Staatsbibliothek zu Berlin und der Bayerischen Staatsbibliothek abgeschlossen wurde, verpflichtet sich die Staatsbibliothek zu Berlin, das Hosting des neuen RISM-Erschließungssystem Muscat zu übernehmen. Muscat wird Ende 2016 das bisherige Erschließungssystem Kallisto ablösen, das auch schon in Berlin gehostet wird. Die Bayerische Staatsbibliothek hat sich dazu verpflichtet, das Präsentationssystem für die RISM-Daten (RISM-OPAC) weiterhin zu hosten und auch weiter zu entwickeln. Der RISM-OPAC (http://opac.rism.info) wurde 2008 in einem gemeinsamen Projekt zwischen RISM, der Staatsbibliothek zu Berlin und der Bayerischen Staatsbibliothek konzipiert. Die Implementierung und das Hosting des RISM-OPAC liegt in den Händen der Bayerischen Staatsbibliothek, die hierfür sowohl eigene als auch Drittmittel aus den Projekten „Virtuelle Fachbibliothek Musikwissenschaft“ und „Fachinformationsdienst Musikwissenschaft“ eingesetzt hat und weiterhin einsetzen wird. Derzeit bietet der RISM-OPAC die Suche in und den Zugriff auf ca. 1,05 Mio Datensätze, die Musikhandschriften und Notendrucke beschreiben, mit einem jährlichen Zuwachs von ca. 25.000 Datensätzen. Alle Datensätze des RISM-OPAC werden als Linked Open Data im RDF-Format und als Open Data im MARC-XML-Format bereitgestellt.

Der zwischen der Association RIdIM, der RISM-Arbeitsgruppe Deutschland und der Bayerischen Staatsbibliothek abgeschlossene RIdIM-Vertrag regelt die regelmäßige Weitergabe der deutschen RIdIM-Daten an die internationale RIdIM-Datenbank (http://db.ridim.org/). Die an der Bayerischen Staatsbibliothek angesiedelte und von der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften in Mainz geförderte deutsche RIdIM-Arbeitsstelle erschließt seit 1979 musikikonografische Quellen, die seit 2007 in einer online bereitgestellten Datenbank recherchierbar sind: www.ridim-deutschland.de. Derzeit enthält die deutsche RIdIM-Datenbank ca. 18.000 Datensätze zu musikikonografischen Darstellungen in deutschen Museen und Bibliotheken. Durch Einspielung der deutschen RIdIM-Daten in die internationale RIdIM-Datenbank wird die Sichtbarkeit dieser Daten deutlich erhöht.

Ansprechpartner:

Projektleitung / fachliche Fragen:

Jürgen Diet
Bayerische Staatsbibliothek
Musikabteilung
Ludwigstr. 16
80539 München
Tel.: 089/28638-2350
Email: juergen.diet@bsb-muenchen.de

Presse und Öffentlichkeitsarbeit:

Peter Schnitzlein
Bayerische Staatsbibliothek
Ludwigstr. 16, 80539 München
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 089/28 638-2429
E-Mail: presse@bsb-muenchen.de

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