Die Digitale Bibliothek der ViFaMusik

Im Zuge des im März erfolgten Relaunch der ViFaMusik-Seiten wurde der Bereich der „Digitalen Bibliothek“ deutlich ausgebaut und in einer neuen Struktur präsentiert. Unter dieser Überschrift sind Links zu frei zugänglichen digitalen Angeboten verschiedenster Art mit wissenschaftlich relevantem Inhalt zusammengefasst. Formell gesehen ist die Digitale Bibliothek breit angelegt und umfasst sowohl Noten in Edition und Faksimile als auch Text- und Bilddokumente sowie Audio-Angebote.

Bei der Auswahl der digitalen Angebote zur Aufnahme in die Digitale Bibliothek ist das Hauptkriterium wissenschaftlicher Anspruch, Methode und Präsentation. Daher führen die Links häufig zu Seiten, die aus Projekten von Bibliotheken, universitären und freien Forschungsinstituten hervorgegangen sind. Dabei werden die Inhalte der jeweiligen Seiten durch die ViFaMusik-Redaktion jedoch nicht inhaltlich bewertet, sondern nach ihrem methodischen Standard beurteilt. Kommerzielle Angebote oder Seiten, die Werbung enthalten, werden nicht aufgenommen. Andererseits spielt der freie Zugang zum Angebot eine wichtige Rolle.

Auf einer ersten Gliederungsebene ist die Digitale Bibliothek in drei Bereiche unterteilt:

Digitale Sammlungen – Digitalisate von musikalischen Werken und Dokumenten (Noten im Original oder als Edition, Text- und Bilddokumente, Audio). Die Digitalen Sammlungen sind in vier inhaltliche Bereiche gegliedert (siehe unten) und werden als alphabetisch geordnete Linkliste präsentiert.
Musikschrifttum – Digitalisate von über 2.300 musikwissenschaftlichen und musiktheoretischen Schriften der Bayerischen Staatsbibliothek aus fünf Jahrhunderten (Signaturen Mus.th.). Der Link führt zur Maske der ViFaMusik-Metasuche mit entsprechend voreingestellter Datenbankauswahl.
Libretti – Digitalisate der Sammlung Her und weiterer Libretti aus dem Bestand der Bayerischen Staatsbibliothek sowie aus der musikgeschichtlichen Abteilung des Deutschen Historischen Instituts in Rom. Die drei Corpora werden durch separate Links zum Münchner Digitalisierungszentrum angesteuert und können durchsucht oder in Listenansicht benutzt werden.

Die Digitalen Sammlungen sind nach inhaltlichen Gesichtspunkten wiederum in vier Bereiche gruppiert:

Allgemeine Sammlungen – Historisches Notenmaterial (Handschriften und Drucke), moderne Editionen (wissenschaftlich oder praktisch); historisches Musikschrifttum und moderne wissenschaftliche Publikationen; Audio-Dateien.
Thematische Sammlungen – Zeitlich oder thematisch spezialisierte Sammlungen; Forschungsprojekte an Universitäten, Forschungsinstituten und Bibliotheken; einzelne Quellen oder Quellengruppen; Libretti; historische Zeitschriften, u.a. Zeitschrift für Instrumentenbau.
Länder und Regionen – Regional orientierte Repositorien und Forschungsprojekte: Länder, Regionen, Städte, Institutionen; Bestände einzelner Bibliotheken mit örtlichem Bezug.
Personen – Gesamt- und Teilausgaben, Autographe, Dokumente wie Photos, Briefe oder Tagebücher. Bei den Editionen handelt es sich überwiegend um alte Gesamtausgaben.

Im Zusammenhang mit Notenmaterial gibt es einige Besonderheiten zu beachten. In die Digitale Bibliothek sind verschiedene Typen von Quellen aufgenommen worden und werden weiterhin aufgenommen, die im Prozess der Literaturrecherche und Forschung unterschiedliche Rollen spielen. So muss zum einen zwischen praktischen und wissenschaftlichen Editionen unterschieden werden, zum anderen gilt es zu bedenken, dass aus rechtlichen Gründen unter den wissenschaftlichen Editionen die meisten älteren Datums sind und inzwischen von neuen (Gesamt-) Ausgaben ersetzt wurden. Das gilt mit Ausnahme der Neuen Mozart-Ausgabe zum Beispiel für die Beethoven-, Händel-, Liszt-, Mendelssohn-, Schubert- und Schumann-Werkausgaben. Diese alten Reihen spiegeln daher in vielen Fällen nicht den jetzigen Stand der Forschung und sollten für wissenschaftliche Arbeiten durch aktuellere Editionen ergänzt werden. Es ist Aufgabe des Nutzers, diese Unterscheidungen wahrzunehmen und in der weiteren wissenschaftlichen Arbeit mit diesen Quellen zu beachten. Die digitalen Angebote sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht so allumfassend und vollständig, dass sie nicht durch gedruckte Quellen und Literaturwerke ergänzt werden müssten.

In Fortführung dieses Gedankens ist zu betonen, dass die ViFaMusik keineswegs ein abgeschlossenes Angebot darstellt, das in dieser Form Vollständigkeit postuliert, sondern ein „work in progress“ ist, dessen ständige Verbesserung und Erweiterung auch von Nutzerseite vorangetrieben werden kann. Die ViFaMusik-Redaktion nimmt unter den auf der „Über uns„-Seite aufgeführten Kontaktadressen gerne Vorschläge entgegen; für die Digitalen Sammlungen ist Dr. Judith Haug zuständig.

ViFaMusik-Redaktion

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