Das Handwörterbuch der musikalischen Terminologie in der ViFaMusik

Das Handwörterbuch der musikalischen Terminologie (HmT) wurde 1972 von Hans Heinrich Eggebrecht begründet und von Albrecht Riethmüller fortgeführt. Im Auftrag der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz erschienen unter der Schriftleitung von Markus Bandur insgesamt 6 Bände im Steiner-Verlag Stuttgart. Dieses Nachschlagewerk von zentraler Bedeutung für die Musikwissenschaft ist der Herkunft und Bedeutung musikalischer Fachtermini und ihrer historischen Prägung gewidmet.

Nicht nur aufgrund der Wichtigkeit für das Fach, sondern auch aus rein praktischen Erwägungen plant die ViFaMusik die Online-Bereitstellung des HmT. Die Erscheinungsform als Loseblattsammlung bewirkt, dass das HmT ausschließlich in Lesesälen verwendet werden kann. Durch die Digitalisierung wird es somit einem weitaus größeren Leserkreis zugänglich gemacht. Die Online-Bereitstellung von OCR-behandelten, durchsuchbaren Digitalisaten wird voraussichtlich Ende 2012 erfolgen.

Bei dieser Online-Bereitstellung werden Verknüpfungen zu Digitalisaten der im HmT als musiktheoretische Quellen ausgewerteten Titel hergestellt. Die Tiefenerschließung des HmT hinsichtlich der dort referenzierten Texte und die Recherche im Internet nach deren Digitalisaten war ein zentrales Arbeitspaket in der zweiten ViFaMusik-Förderphase. Es wurden selbständige Publikationen vor 1900 berücksichtigt, wobei auch Vorreden, literarische, sprach-, literatur- und kunstwissenschaftliche Texte einbezogen werden, sofern sie als musiktheoretische Quellen gelten. Dadurch ergibt sich ein historisch breiter, vielsprachiger und interdisziplinärer Quellenbestand. Jedes im HmT erschlossene Werk wird zu jeder Seite im HmT, auf der es erwähnt wird, verlinkt und wird von dort aus angesteuert werden können. Der Nutzer soll so die Möglichkeit haben, Zitate in ihrem größeren Kontext zu lesen oder, ausgehend von der Quelle, das HmT als Kommentar zu verwenden. Die bei weitem größte Rolle spielt dabei das von Google digitalisierte Mus.th.-Corpus der Bayerischen Staatsbibliothek (BSB), aber auch zahlreiche weitere Repositorien wurden weltweit hinzugezogen.

Die Struktur wird insofern offen gehalten, als dass die Mitarbeiter der ViFaMusik auch in Zukunft noch Links zu Titeln herstellen können, die zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht digital vorliegen. Hinweise auf fehlende Digitalisate nimmt die ViFaMusik gerne entgegen.

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